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Warum Team?

Im Rahmen der Arbeitsorganisation wird die Teamarbeit seit den 1970er Jahren erprobt, um die Produktivität zu steigern und die negativen Folgen des Taylorismus einzudämmen. Als Teambildung oder Teamentwicklung werden innerhalb der Personalentwicklung und des Sports die Phasen und Strukturen der Zusammensetzung von kleinen Gruppen bezeichnet, die unmittelbar miteinander in Kontext treten, um in arbeitsteiliger Verantwortung ein Ziel zu erreichen.
 Nicht jede Gruppe ist ein Team! Ein Team wird als eine relativ dauerhafte oder zumindest für einen längeren Zeitraum gebildete Arbeitsgruppe definiert. Der Arbeitsstil eines Teams ist durch kooperatives Interagieren und kollektive Verantwortung gekennzeichnet. Im Gegensatz zur Gruppe ist ein Team eine hierarchieübergreifende kleine funktionsgegliederte Arbeitsgruppe. Ein Team ist durch einen ausgeprägten Gemeinschaftsgeist (teamspirit), und eine relativ starke Gruppenkohäsion geprägt.

 

Teambildung

Teams sollten vor allem bei zunehmender Aufgabenkomplexität gebildet werden, da Informationsverarbeitung, Steuerung und Verantwortung nicht mehr problemlos von Einzelpersonen gehandhabt werden können. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Teammitglieder möglichst unterschiedliche Qualifikationen besitzen, um sich gegenseitig optimal zu ergänzen. Einerseits kann die Teambildung als ein  Lebenszyklus gesehen werden, der der Verantwortung jedes einzelnen Mitglieds unterliegt. Die Bildung ist ein immer wiederkehrender Prozess, indem eine klare und einzigartige Identität entwickelt wird. 
Eine weitere Ursache für Teambildung findet sich in den Demokratisierungstendenzen und im gesellschaftlichen Wertewandel von Organisationen. Diese führten zu einer Legitimationskrise hierarchisch-direktiver Strukturen und begünstigten den Aufbau partizipativer Organisationsformen. 

Verantwortung der Teamleitung

Eine vorgesetzte Stelle trägt immer die qualitative Verantwortung für die optimale Zusammenstellung der benötigten Ressourcen in einem Team. So müssen die einzelnen Wünsche und Ambitionen der Teammitglieder berücksichtigt werden, um dadurch den Beitrag jedes einzelnen erkennen zu können. Teambildung ist somit keine kurzfristige Angelegenheit und bezieht sich auch nicht nur auf einzelne Teammitglieder. 

Teamphasen

Bruce Tuckman, ein US-amerikanischer Psychologe, entwickelte 1965 ein Phasenmodell für die Teamentwicklung. Das Modell von Tuckman beschreibt die aufeinander folgende Entwicklungsschritte für Teams, die im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurden.

Was tun, wenn es nicht rund läuft?

Teaminterventionen

Der britische Psychologieprofessor Michael West hat 1984 die Interventionen in fünf Hauptformen untergliedert:
Team-start-ups: Diese Intervention zielt auf Teams ab, die gerade ihre Arbeit aufgenommen haben. Es stehen meist Fragen im Vordergrund, wie die nach Zielen, Strategien, Arbeitsabläufen und Rollen. Dabei hat der Beginn einen signifikanten Einfluss auf die spätere Entwicklung und Effektivität des Teams.
Regular formal reviews: In regelmäßigen Abständen sollte eine Standortbestimmung in Bezug auf die Arbeit im Team vorgenommen werden. Hierbei werden die Ziele, Rollen, Strategien und Prozesse im Hinblick auf eine effektive Arbeitsweise reflektiert. Ein angemessener Zeitpunkt liegt immer vor, wenn das Team eine wesentliche Arbeitsaufgabe abgeschlossen hat. 
Adressing known task related problems: Ist ein aufgabenbezogenes Problem aufgetreten, sollte ein sogenannter Problemlöse-Workshop stattfinden. Zusätzlich können Maßnahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingeflochten werden.
Identifying what the problems are: Diese Intervention wird eingesetzt, sobald das Team ineffektiv arbeitet, jedoch den Grund für die Ineffektivität nicht feststellen kann. Hier wird die Ursache analysiert und eine Lösungsstrategie erarbeitet.
Social process interventions: Das Hauptziel dieser Intervention ist die Schaffung eines positiven sozialen Klimas, sowie das Wohlbefinden der Teammitglieder. Die Inhalte konzentrieren sich auf die interpersonellen Beziehungen, die soziale Unterstützung, das Teamklima (teamspirit) und die Konfliktbewältigung. Hierzu können Persönlichkeitsanalysen zum besseren Verständnis von sich und von den Teammitgliedern zu erlangen, eingesetzt werden. Auch können Fragetechniken und Moderationstechniken vermittelt werden. Außerdem werden die Teammitglieder in der Entwicklung Ihrer Fähigkeiten unterstützt. 

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