Nicht selten herrscht heute eine gewisse Uneinigkeit über die Frage, was ein Trauma nun tatsächlich ist, da sich seit einigen Jahren eine inflationäre Verwendung des Begriffs Trauma eingebürgert hat und damit häufig jede Form von Negativerlebnis (auch kleinste Negativerfahrungen mit minimalem Leidensdruck) zugeordnet werden.
Aus diesem Grund halten wir uns hier an die diagnostischen Leitlinien der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Andere “traumatischen” Erlebnisse, sehen wir eher im Bereich Ängste, affektive Störungen und evtl. Phobien.
Entstehung und typische Symptome
Eine psychotraumatische Störung bedeutet für Betroffene einen hohen Leidensdruck, da sie immer als direkte Folge einer akuten schweren Belastung, z.B. in Folge eines sexuellen Missbrauchsgeschehens, eines schweren Unfalls oder des Erlebens von Krieg, extremer Gewalt, Katastrophen und Tod auftritt. Häufig treten hier Flashbacks (Wiedererleben), Schlafstörungen, Reizbarkeit und starke Schreckhaftigkeit auf.
Prognose und Therapie
Unbehandelt kann die Störung über viele Jahre einen chronischen Verlauf nehmen, die in einer andauernden Persönlichkeitsänderung mündet.
Wir setzen in der Therapie auf eine Mischung zwischen Hypnosetherapie und EMDR, wobei der Wichtigste und erste Ansatz immer die Stabilisierung sein muss., um den Leidensdruck zu reduzieren und einer Retraumatisierung vorzubeugen.